Unternehmensbewertungen

Bei einer Transaktion, sei es ein Erwerb, eine Veräußerung oder ein Zusammenschluss von Unternehmen und Unternehmensteilen, stellt sich regelmäßig die Frage nach dem fairen Wert. In den seltensten Fällen haben die Verhandlungsparteien zu Beginn der Transaktion übereinstimmende Preisvorstellungen.

Entscheidend bei der Preisfindung ist die Klarheit darüber, welche Faktoren tatsächlich wertrelevant sind, und in welcher Höhe diese den Preis beeinflussen. Basis einer (Unternehmens-)Bewertung ist vor allem eine zukunftsgerichtete Analyse des Bewertungsobjekts. Der Umfang der Analyse hängt vom Bewertungsanlass und den Rahmenbedingungen wie Informationszugang und Zeit ab. Inhaltlich kann neben den finanzwirtschaftlichen Kennziffern und der Positionierung im Wettbewerbsumfeld die Identifizierung von Synergiepotenzialen eine wichtige Rolle spielen. Aber nicht jeder Wertfaktor ist auf Anhieb sichtbar.

Darüber hinaus sehen sich Unternehmen im täglichen Geschäft auch mit Fragen zum Gesellschafts- und Steuerrecht konfrontiert, die die Ermittlung eines Vermögenswertes erforderlich machen. Ein Beispiel ist die Veränderung der Unternehmensstruktur aus steuerlichen Gründen. Eine besondere Herausforderung sind dabei die inhaltlichen und methodischen Anforderungen des Gesetzgebers beim beabsichtigten Vorgehen und bei der Bestimmung des Wertes.